
collective christians // schwenk
J.U.D.I.T.H.
Tanz / Theater / Dildo-Performance mit Publikumsgespräch im Dunkeln
Feministisch und Dada-Dildo-Derrida-dekonstruktivistisch setzen sich die Performerinnen in J.U.D.I.T.H. mit Hebbels Textvorlage auseinander. In körperlicher Auseinandersetzung mit mehr als 69 Dildos werden normierte Körperbilder verformt und zugleich auf den Kopf gestellt.
Mit viel Körperschweiß und Komik befragen Marja Christians und Isabel Schwenk strukturelle gesellschaftliche „Herren"-Verhältnisse und ihre eigene Machtposition als weiße Frauen in gequeerten Formen des Begehrens. Die Performerinnen nehmen den Blick der Zuschauenden auf und werfen ihn zurück, machen sich verletzlich und ergreifen ihr Publikum körperlich.
Wahrnehmungen und Weltbilder können ins Wanken geraten, während Dildosaurier durch die Orgasmuslandschaft tanzen und die Vulva zu singen beginnt.



Aufführungen
- Kulturfabrik Löseke e.V., Hildesheim — Premiere 25. November 2015 (auch 26. + 27. Nov. 2014)
- Pathos Transport Theater, München 13. + 14. Februar 2015
- Hilde-an-der-Sihl-Festival, Gessnerallee, Zürich 26. Februar 2015
- UWE der Festival, August-Everding, München 16. Oktober 2015
- Kana Theatre, Stettin (auf Englisch) 22.–24. Oktober 2015
- Bournemouth Arts by the Sea Festival, UK (auf Englisch) 28. Oktober 2015
- Bolivia Now!, Barcelona (auf Englisch) 26.–27. November 2015
- Ackerstadt Palast, Berlin 4.–6. März 2016
Presse
“Umwerfend komisch.”
— HiAZ über die Premiere von J.U.D.I.T.H., 27.11.2014
“Wenn Preise für das avantgardistischste Ding vergeben würden, dann würde J.U.D.I.T.H. — und sei es nur, weil so viele Kästchen abgehakt werden — auf so vielen Ebenen mit einem Arm voll davon nach Hause gehen. Faszinierend an der Arbeit war für mich allerdings, wie entschieden unähnlich sie sich zum üblichen deutschen Stadttheater anfühlte. Auch wenn dieses dieselben Geräusche über Dekonstruktion, Bühnen-Nacktheit usw. macht, fühlte sich das hier viel eher wie „Live Art"-Praxis oder zeitgenössische Tanzstücke-mit-Sprache an als selbst das am wenigsten konservative deutsche Theater. Diese Kluft finde ich sehr interessant. Bin ich traurig, dass das nicht die Flare-Arbeit war, die ich für den Guardian zu rezensieren hatte? Ja, und zugleich sehr nein.”
— Andrew Haydon, Postcards from the Gods, 16.07.2015
Preise & Einladungen
- Jurypreis — Sophiensaele Berlin / 100° Festival 2015
- BEST OFF Niedersachsen
- Preis für freie Theatergruppen 2015
- Preis der Bürgerstiftung — Stadt Hildesheim
- Eingeladen zum FLARE15-Festival, Manchester
- Körber Studio Junge Regie
- RADIKAL JUNG — Volkstheater München
- Gastspiele in ganz Deutschland und Europa (Zürich, Stettin, Manchester, Bournemouth)
